Samstag, 16. Juni 2012

Wenigstens eine Blume

blüht jetzt schon mal :)


Neiiiiin, der Garten ist noch nicht fertig. Es regnete hier und da, die Gärtner hatten Angst nass zu werden oder sie machten einen Brückentag, waren auf einer anderen Baustelle oder, oder, oder.
Ich habe mir vorgenommen, mich nicht mehr aufzuregen. Irgendwann muss das Ganze ja mal ein Ende haben, nicht wahr?

Zumindest die Terrasse ist jetzt soweit fertig. Gestern habe ich zum ersten Mal wieder draußen gelesen, sogar spät am Abend saß ich wieder da und freute mich :)

Am Wochenende treffe ich mich mit einigen PW-Freundinnen hier. Die anderen sind bereits seit heute dort. Da ich aber heute Abend noch zur Abi-Feier meiner Tochter gehe, fahre ich erst morgen früh nach. Ich freue mich schon richtig auf zwei schöne Tage mit viel Zeit zum Nähen und Quatschen :)  Ich werde natürlich darüber berichten...

Dienstag, 5. Juni 2012

Neue Büchertasche

Als Bücherwurm oder -narr konnte ich in Karlsruhe auf der "Nadel und Faden" natürlich an diesem Stoff nicht vorbei :)


Am liebsten würde ich ein ganzes Sofa damit überziehen. Würde sich doch gut in der Bücherei, in der ich arbeite, machen. Aber auch zu Hause in meinem Bücherzimmer.

Da können doch die Ebook-Leser sagen, was sie wollen. Es geht nichts über ein schönes, gebundenes Buch, den Geruch von einem frisch ausgepackten Buch ...
Für Urlaube mögen sie ja ganz praktisch sein, aber das war's dann aber auch :)

Momentan lese ich übrigens dieses Buch

Die Brandungswelle

Die Ich-Erzählerin zieht sich nach dem Verlust ihres Partners in das winzige, einsame Fischerdorf La Hague in der Normandie zurück. Nur bruchstückhaft erfährt man, wer sie eigentlich ist, was sie aus ihrem Leben herausgeworfen hat. Ihre Tätigkeit als Ornithologin kommt ihrer Sehnsucht nach Einsamkeit sehr entgegen. Dann kommt ein Mann in dieses kleine Dorf, der  dort nach dem Schicksal seiner Familie sucht, die vor 40 Jahren bei einem Bootsunglück ums Leben gekommen war. Fragen tauchen auf. War das Feuer des Leuchtturms am Tag des Unglücks ausgeschaltet? Was hat es mit dem Foto des kleinen Jungen auf sich, das die alte Florelle so sehr hütet? Wer weiß was von wem?  - Das Buch fordert vom Leser viel Geduld und Beharrungsvermögen, bis sich Gesprächsfetzen und Erinnerungen zu Geschehnissen rekonstruieren lassen. In gewisser Weise muss er sich in die Rolle der Vogelbeobachterin hineinversetzen, die als Fremde in den abgeschlossenen Mikrokosmos eindringt und von den Einheimischen misstrauisch beäugt wird. Man wird quasi zum Eindringling in eine von Wetter und Meer bestimmte Welt, die Menschen und Landschaft von La Hague prägt.  Gallay versteht sich auf die Kunst, Natur und menschliche Charaktere eindringlich und hautnah zu beschreiben. Ein wirklich besonders Buch, dessen Stimmung seinen Leser richtig gefangen nimmt. Ich habe mal wieder, das Gefühl, diesen Ort suchen zu müssen....

edit: Danke, Christa, dass Du mich auf das fehlende Taschen-Bild aufmerksam gemacht hast :)